Oktober 31, 2017

Part 1: Die Idee

Ich bekomme täglich Nachrichten mit Fragen zum Schreiben und dachte mir, es wäre vielleicht ganz hilfreich, wenn ich euch mit einer Serie von Artikeln einen Einblick in meine Arbeitsweise gebe. Ich selbst lese gerne von den Arbeitsmethoden anderer Autoren und werde in den kommenden Monaten nun ebenfalls eine Blog-Serie starten. Vorab muss ich sagen, dass meine Methode nicht in Stein gemeißelt ist. Das Schreiben ist ein kreativer Prozess und somit ein fließender Vorgang ohne klare Grenzen. Jedes Projekt ist einzigartig und es gibt keine richtige oder falsche Art zu schreiben. Das nur kurz vorab, bevor es mit Part 1: Die Idee losgeht. 

Notieren

Ideen kommen bei mir in den verschiedensten Momenten. Manchmal beim Spazieren, manchmal, wenn ich reise, oder aber, wenn ich ein bestimmtes Bild sehe oder einen Song höre. Sobald ich eine Idee habe, ist es wichtig, sie zu notieren. Einige Ideen sind hartnäckig und man kann sie gar nicht wieder vergessen, aber in anderen Momenten hat man so viel um die Ohren, dass die Idee nach und nach verblasst und letztlich wieder aus dem Kopf verschwindet – auch wenn man immer glaubt, dass man sich auf jeden Fall an sie erinnern wird. Deshalb habe ich in den meisten Fällen ein Notizbuch dabei, in das ich schnell etwas kritzeln kann, oder aber ich benutze die Notizen-App auf meinem Handy, um im Halbschlaf etwas zu notieren. Die Idee muss hierfür noch gar nicht konkret sein, es können kleine Szenen sein, Gedankenfetzen, Dialoge oder vielleicht ein Charakter, dessen Motivation euch deutlich vor Augen steht.

Ein Auszug aus meiner Notizen-App, der als Beispiel dienen kann:

„Sie lernen sich beim Nachsitzen kennen, weil XXX.“

Sobald ich die Notiz gesehen habe, wusste ich sofort, welche Idee damit gemeint war, und ich hatte ein Bild der beiden Protagonisten vor Augen. Ein paar bloße Worte können gut dabei helfen, Ideen zu behalten und den Startpunkt für eine Geschichte zu setzen.

 

Inspiration

Um die Stimmung eines Romans aufzugreifen, eröffne ich meist eine Pinterest-Pinnwand. Auf meinem Profil gibt viele geheime Pinnwände für Geschichten, die ich noch schreiben möchte, und bei denen ich versucht habe, die Stimmung in meinem Kopf mithilfe von Bildern festzuhalten. Außerdem eröffne ich für jedes Projekt eine Playlist, auf der ich alle Songs hinzufüge, die mich inspirieren und von denen ich denke, dass sie zum Roman und den Charakteren passen. Zu Beginn sind dort meist auch einige Lieder dabei, die letzten Endes wieder gelöscht werden, aber bei der Ideenfindung ist es für mich erst einmal von Bedeutung, alles, was mich auch nur annähernd zum Plotten und Schreiben anregt, zu sammeln.

 

Woher weiß ich, welches Buch ich zuerst schreiben soll?

Das ist eine Frage, die mich besonders oft erreicht. Bei mir ist es meistens so, dass eine Idee aus den anderen heraussticht. Die Idee, die mich wochen-, monate- oder jahrelang nicht mehr loslässt und die stets präsent in meinen Gedanken ist, ist die Idee, die ich schreiben muss. Einfach, weil ich gar nicht anders kann.

Vielleicht konnte dieser Artikel ja dem einen oder anderen helfen, der gerade am Anfang steht, und nicht so genau weiß, wie er beginnen soll. Wichtig ist, sich keine Grenzen vorab zu setzen. Es gibt keine „blöden“ Ideen, schreibt erst einmal alles auf. Und wenn es nur ein paar Worte in einer Notizen-App sind – sie könnten der Anfang einer tollen Geschichte sein 🙂

Teilt gerne in den Kommentaren, an welchen kuriosen Orten euch Ideen kommen. Wir lesen uns demnächst in Part 2.

PS: Heute vor drei Jahren habe ich meinen ersten Roman veröffentlicht. Wie schnell die Zeit vergeht!

12 Kommentare:


  1. Razan sagt:

    Es ist wieder schön von dir zu hören.
    ❤ Also meine besten Ideen tauchen immer im Fitnesstudio auf , während ich trainiere , aber manchmal auch in der Straßenbahn. Du hast mich so sehr dazu inspiriert meine eigene Geschichte zu schreiben und mittlerweile ist sie auch fertig. Also ich wünsche dir einen wundervollen Tag. Bist einer meiner liebsten Autoren❤

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  2. Michelle sagt:

    Ich finde die Idee mit deinem Blog so cool 😎 meine Ideen kommen meistens wenn ich irgend einen post von Leuten lese oder wenn ich Joggen bin 😇
    Aber manchmal lese ich einen bestimmten Spruch irgendwo von einem Sticken z.b den ich irgendwo in Bahn kleben sehe oder so 😊🙈

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  3. Selly sagt:

    Liebe Mona!
    Danke für diese neue Reihe! Ich freu mich echt riesig und freu mich auch schon sehr auf die nächsten Beiträge (ich habe ja schon lange insgeheim auf so eine Reihe von dir gehofft :D)
    Mir geht es mit Ideen genauso: sie kommen einfach und werden durch die kleinsten Gedanken oder Ansätze ins “Leben” gerufen wie z.B. durch einen Song oder auch Bilder. Wenn mir die Idee dann nicht mehr aus dem Kopf geht, weiß ich, dass ich sie schreiben muss – sonst dreh ich durch.
    Ich wollte übrigens fragen, ob du auch einen Beitrag zum Thema Verlagsveröffentlichung machst? Also Tipps fürs Absenden des Manuskripts etc.? Das fände ich echt sehr hilfreich <3
    Ganz liebe Grüße
    Selly

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  4. Janina sagt:

    Liebe Mona,
    Ich bin dir sehr dankbar, dass du deine Erfahrungen und Gedanken mit uns teilst. Ich selbst bastel gerade an einer Reihe die in das New Adult Genre passt. Ich bin aber keine Autorin und daher unsicher ob ich es jemals einreichen werde. (Jetzt muss ich gerade so an Dawn denken 😀 )
    Ich habe mich bereits durch deine unglaublich tolle Again Reihe inspirieren lassen und freue mich jetzt auf deine Blogpost!
    Ich wünsche Dir noch einen wunderbaren Abend!
    Lieben Gruß
    Janina

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  5. Roma sagt:

    Es klingt komisch, aber ich hatte Ende letzten Jahres einen komischen Traum und musste ihn unbedingt in meiner Notiz-App festhalten. Ein paar Wochen später dachte ich, dass es gutes Material ist, also baute langsam eine richtige Geschichte zusammen.
    Jetzt bin ich fast am Ziel der ersten Rohfassung meines ersten Buches, das mir gleichzeitig Anstöße für 2-3 weitere Teile gegeben hat.

    P.S. Ich liebe deine Bücher 📖 😍🙈

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  6. Michelle Dinnebier sagt:

    Liebe Mona. Ganz herzlichen Dank, dass Du uns wieder an Deinen Gedanken tell haben lässt 🙂 😍
    Wow wie aufregend : Heute vor drei Jahren hattest Du Deinen 1. Roman veröffentlicht😍
    Dazu möchte ich gerne wissen, ob Du für alle Zeiten, wenn jemand Deine vergangenen Geschichten kauft, daran verdienst? Sorry Wenn ich frage, ich weiß es leider nicht, interessiert mich aber schon länger.

    Bei mir kommen Ideen auch ganz unterschiedlich. Bspw. auch beim Spaziergang oder auch in anderen Situationen, wie u.a. beim Hören meiner liebsten instrumentalen Musik. Ich finde es mega faszinierend, dass Du beim Schreiben Musik hörst, wo gesungen wird 🙂 bei mir geht das nicht da brauche ich wenn ich mal schreibe Ruhe bzw. instrumentale Musik 🙂 wie z.B. Blackmill. Die höre ich dabei am liebsten 🙂 .
    Momentan komme ich aber zu kaum einem meiner Hobbys, daher schrieb ich schon länger nicht mehr und ich habe gelernt, dass ich nur schreiben sollte, wenn ich auch Lust dazu habe. Motivation.
    Seit 2 1/2 Wochen ca. haben wir ein Kätzchen😻 und da fehlt mir noch mehr Zeit für etwas anderes 🙈 Hauptaktivität hat dann wenn eigentlich immer noch das Lernen, denn muss (und möchte) es ja auch beenden.

    VlG Michelle
    PS: Das Bloggen bereitet mir auch Freude, habe jedoch aus zeitlichen Gründen erst einen Willkommensbeitrag und einen 1. Beitrag geschrieben.

    😊😊 Nabesefa

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  7. Leighanne sagt:

    Tatsächlich kommen mir dauernd Ideen in der Schule.
    Meine Lehrer sind zwar nicht immer begeistert, dass ich etwas anderes in meinen Collegeblock kritzel, als die eigentliche Aufgabe zu lösen, jedoch möchte ich nicht, dass mir irgendwas verloren geht.
    Oft kommen mir auch Ideen beim Wandern, bei Waldspaziergänge oder, wenn ich am Strand entlanglaufe 😇
    Ein wirklich toller Artikel!
    Ich freue mich schon darauf, mehr aus dieser Reihe zu lesen ☺️

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  8. Cora sagt:

    Ich hatte letztens eine Idee zu einer Dystopie als ich auf YouTube ein Video zu den größten Hits von 1997 bis 2017 angesehen habe… Ja das war ziemlich komisch 😂😂💜

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  9. Lana C. sagt:

    Ich finde so eine Rwihe wirklich klasse. Was Ideen allerdings betrifft bin ich mehr als versorgt. In meinem Notizbuch stehen mehr als 39 Ansätze für verschiedene Geschichten. 16 der Ideen habe ich inzwischen durchgeplant und geplottet. Und an zwei schreibe ich inzwischen auch aktiv. Mir geht was die Findung neuer Ideen betrifft nicht anders. Ob mein hören von Songs, lesen von Lyrics, zeichnen, spazieren gehen, beim Bus fahren oder in der Schule: Ich entwickel innerhalb von Sekunden eine Plotline, eine Struktur, Charaktere oder Szenen. Ich weiß gar nicht, wie jemand nicht ständig vor Ideen überquellen kann.
    Liebe Grüße, Lana
    Ps. Freue mich auf Save you

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  10. Anna (ifiread) sagt:

    Die Blog-Reihe wird bestimmt toll, darauf freue ich mich sehr 😊
    Mir kommen die Ideen, die ich dann meistens in mein Handy eintrage, wenn ich nicht gerade mein Notizbuch dabei habe, oft beim Leute beobachten, auf einer Zugfahrt oder kurz nach dem Aufwachen bzw. in Träumen.
    So etwas festzuhalten ist immer am schwierigsten für mich, da die Erinnerung an den Traum leider so schnell verblasst. 🙈

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  11. Mareike sagt:

    Ich stöbere so gerne auf deiner Pinterest Seite, vor allem, wenn ich gerade ein Buch von dir zu halten habe! Ich möchte dann sehen, wie du dir die Charaktere so vorgestellt hast und suche dann meistens auch nach Pins.
    Wenn du eine Pinnwand von Coldworth City hast, könntest du sie öffentlich machen?
    Und zu deiner Frage: Mir kommen die besten Ideen zu Geschichten und Charakteren unterwegs, wo ich meine Gedanken schweifen lassen kann. Das ist dann meistens im Zug oder im Flieger. Ich muss mich nur auch mal trauen, meine Geschichten aufzuschreiben…
    Ganz liebe Grüße!
    Mareike

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  12. Kim sagt:

    Als ich einen Ferienjob in einer Maschinenfabrik gemacht habe *kotz*, musste ich mit Öl arbeiten und hatte deshalb kein Handy und auch sonst nichts bei mir. An einem Tag habe ich das Grundgerüst eines ganzen Buchs aufgestellt und alles mit einem Kugelschreiber auf ein Papiertuch gekritzelt 😀 Oder wenn ich fast eingeschlafen bin und mir dann noch eine Szene oder ein Dialog packt, nehme ich oft kurz eine Sprachmemo auf, damit ich nicht solange auf das helle Display schauen muss. Alles was ich in die Finger bekomme, wird benutzt 🙂

    Antworten

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